E-Food: Ein Überblick

Spätestens seit der Start von Amazon Fresh in 2017 die Lebensmittelbranche vor allem im DACH-Raum aus ihrem Dornröschenschlaf aufgeschreckt hat und Amazon im gleichen Jahr mit der Übernahme von Whole Foods in den USA auch im stationären Wettbewerb die nächste Stufe zündete, ist E-Food in aller Munde. In diesem bis dahin eher langsam wachsendem Marktsegment hat sich seit dem eine betriebsame Hektik und teilweise auch Goldgräberstimmung breit gemacht. Neue Player und Startups wie Picnic, Miacar, MyMigros oder auch Farmy versuchen den Markt mit neuen Ansätzen und Konzepten zu erschliessen. Und die etablierten Player wie Rewe, Bringmeister, coop@home, LeShop, oder auch Ocado, Kroger und Walmart treiben das Wachstum ihrer Geschäftsmodelle voran.

Butter bei die Fische - was ist dieses E-Food?

E-Food ist vor allem eins: Ein Überbegriff für ein weites Feld, unter dem sämtliche Geschäftsmodelle des Lebensmittelhandels im Internet subsummiert werden. Und eben der Vertrieb von Lebensmitteln oder Near-Food Sortimenten mit Hilfe des Internets.

Diese Geschäftsmodelle reichen vom klassischen Onlineshop, der haltbare ungekühlte Artikel (ähnlich einem Pantry Box Modell von Amazon) versendet, über Pick-up Ansätze (bei denen der Kunde die Bestellung selbst an einem Pick-up Punkt abholt wie bspw. in Frankreich am Drive in bei E.Leclerc), Versandmodelle mit KEP Anbietern (wie bspw. bei Allyouneedfresh oder Migros Le Shop), Vollsortimenter mit eigener Auslieferung (wie Rewe, Bringmeister, coop@home oder Ocado), Asset-Light-Ansätzen (bei denen in den Stores von anderen Anbietern gepickt wird, aber kein eigenes Lager vorhanden ist wie bei Instacart, Getnow oder Postmates), hin zu Essenslieferdiensten (wie Just Eat oder Uber Eats), Kochbox-Anbietern (wie Hellofresh, Marleyspoon oder Linas Matkasse) bis hin zum Getränke-Lieferdienst und damit Spezialversendern (wie Durst, Flaschenpost oder Durstexpress). Insgesamt kennzeichnet sich der Markt also durch eine grosse Vielfalt von Anbietern. Und viele weitere Geschäftsmodelle oder Kombinationen von diesen sind beim Online-Lebensmittelhandel möglich.

Andere in der Praxis gängige Bezeichnungen für E-Food, die sich an "Electronic Food Retailing" anlehnt, sind bspw.: E-Grocery, Food online, Online Grocery, Online Delivery, Online Grocery Shopping (OGS), oder Onlinelebensmittelhandel. Allerdings hat sich der Begriff "E-Food" - auch durch seine länderübergreifende Verwendbarkeit sowie seiner prägnanten Beschreibung für eine Branche - durchgesetzt.

«In Zukunft: E-Food!»

 

Handel ist Wandel: Der Lebensmittelmarkt ist eine der letzten analogen Bastionen des Handels – jetzt ist er reif für den digitalen Wandel. Noch nie waren so viele Wettbewerber am Start. Wem gelingt der Durchbruch? Welche Konzepte fruchten? Liegt die Zukunft bei den etablierten wie Rewe, Edeka & Co. oder doch bei den "jungen Wilden" wie Picnic? Dieses Whitepaper gibt Antworten!

Für etailment habe ich den Markt für den Online-Vertrieb von Lebensmitteln im D-A-CH-Raum analysiert und gebe in meinem neuen Whitepaper Antworten.

Aus dem Inhalt:

  • Liefergebühren – Wie die Food-Händler rechnen
  • Käufertypen: Wer kauft eigentlich Lebensmittel im Internet?
  • Die Spielarten, die Typen, die Businessmodelle
  • Welche Liefermodelle setzen sich durch?
  • 10 Thesen zum deutschen E-Food

Meine Fachartikel

E-Food

Eine Auswahl meiner Beiträge zum Thema

E-Food: Die jungen Wilden auf dem Vormarsch?

Schu, M. (2019), Etailment, September 2019.

LEH online: 10 Thesen zum E-Food Markt

Schu, M. (2019), Etailment, Juni 2019.

E-Food: Die Spielarten, die Typen, die Businessmodelle

Schu, M. (2019), Etailment, März 2019.

E-Food Käufertypen: Wer kauft eigentlich Lebensmittel im Internet

Schu, M. (2019), Etailment, März 2019.

Logistik: Liefergebühren - wie die Food-Händler rechnen

Schu, M. (2019), Etailment, Februar 2019.

Erfolgsfaktor Lieferkosten und die verschiedenen Modelle

Schu, M. (2019), Carpathia Business Blog, Februar 2019.

E-Food: Welche Liefermodelle setzen sich durch

Schu, M. (2018), Etailment, November 2018.

 

 

Meine Bücher

Zahlen, Daten Fakten

Der Markt für E-Food und seine Wachstumschancen im Ländervergleich

Infografik: So entwickelt sich der Online-Lebensmittelhandel | Statista

Für den deutschen Markt sieht der Branchendienst Statista in der Interpretation seiner Infografik in absoluten Zahlen derzeit noch keine Gefahr für den stationären Handel durch E-Food:

"Anders als der übrige Einzelhandel müssen sich Supermärkte hierzulande bis auf Weiteres nicht allzu viele Sorgen machen, Opfer der Digital Disruption zu werden. Das zeigt eine aktuelle Prognose des Statista Digital Market Outlooks. Demnach wird das Geschäft mit Nahrungsmitteln und Getränken (B2C) aus dem Netz in den kommenden Jahren zwar deutlich zulegen, schafft es bis 2023 aber trotzdem nur auf ein Volumen von etwas mehr als 2,1 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Laut GfK Consumer Index belief sich der Umsatz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel im vergangenen Jahren auf rund 123 Milliarden Euro." (Statista 2019)